Berlin-Marzahn

Gemeinschaftsunterkunft für 400 Personen

Wir sind eine Gemeinschaftsunterkunft, in der bis zu 400 geflüchtete Asylbewerber*innen und Flüchtlinge ein temporäres Zuhause finden. Im Juli 2015 veranstalteten wir einen Tag der Offenen Tür, damit sich interessierte Anwohner*innen und Marzahn-Hellersdorfer*innen einen Eindruck verschaffen konnten, wie die Geflüchteten untergebracht sein werden. Kurz darauf zogen die ersten Flüchtlinge ein. Seit Ende August 2015 sind wir voll belegt.

Wir beherbergen Menschen aus vielen verschiedenen Ländern. Die größten Gruppen stammen momentan aus Syrien, Albanien und Afghanistan. Unser multikulturelles Team aus Sozialarbeiter*innen, Sozial- und Kinderbetreuern sowie Verwaltungskräften unterstützt die Menschen in allen Angelegenheiten, die ihre Integration in die Abläufe Deutschlands betreffen. Dabei ist es sehr hilfreich, dass wir vor Ort in sieben gängigen Sprachen kommunizieren können, darunter farsi, arabisch und russisch. In unseren Häusern leben derzeit ca. 100 Kinder; davon sind etwa die Hälfte Schulkinder. Nach dem Besuch der Kita oder der Schule können sich Kinder und Jugendliche in einem ganztägig betreuten Kinderklub austoben, der von zwei Mitarbeiter*innen betreut wird.

Bereits im Vorfeld der Eröffnung profitierten wir vom Engagement des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Viele Bezirkspolitiker*innen und Vereine solidarisierten sich mit unseren Bewohner*innen und unterstützten sie mit einem Fest der Nachbarn, durch das wir willkommen geheißen wurden. Zusammen mit dem Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte veranstalteten wir Bürgerdialoge, Baustellenbegehungen und richteten eine Telefon-Hotline ein, um Fragen zu beantworten und Vorschläge aufzunehmen. Dieses transparente Konzept zahlte sich aus: Die direkten Nachbarn unseres „Containerdorfs“ wissen über unsere Einrichtung Bescheid, kennen die Lebensumstände und wichtige Ansprechpartner*innen. Nicht wenige engagieren sich in unserem Unterstützerkreis, der aus einer Vielzahl an ehrenamtlichen Helfer*innen besteht. Sie begleiten uns zu Ämtern und Behörden, verwalten selbständig die Kleiderkammer oder pflanzen in der Garten-AG zusammen mit den Bewohner*innen Tomaten und Blümchen.

Inzwischen sind wir fest im Kiez verwurzelt und halten engen Kontakt zu den Behörden, Ämtern und Vereinen, mit denen wir täglich dazu beitragen, die bei uns untergebrachten Menschen zu vermitteln. Der Verein Gangway e.V. initiierte eine Fahrradwerkstatt, in der versierte Schrauber*innen gemeinsam mit Bewohner*innen von Flüchtlingsunterkünften Spenden-Räder instand setzen können. In einer Bedarfsliste sind alle Dinge zusammengefasst, die für den Betrieb der Werkstatt fehlen. Die Jugendfreizeiteinrichtung Anna Landsberger empfängt geflüchtete Kinder und Jugendliche in ihren Räumlichkeiten, informiert die Bevölkerung und realisiert Projekte zusammen mit unserer Unterkunft, z.B. das in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro Marzahn-Hellersdorf stattfindende Fotoprojekt Hingucker8>. Die Jugendfreizeiteinrichtung Treibhaus veranstaltet Feste und Projekte zu Kinderrechten, in denen auch die Eltern einbezogen werden. Wenn auch Sie sich ehrenamtlich engagieren wollen, wenden Sie sich bitte an unsere Netzwerk- und Ehrenamtskoordination.