Berlin-Kreuzberg

Gemeinschaftsunterkunft für 402 Personen

Unweit des U-Bahnhofs Moritzplatz befindet sich unsere Kreuzberger Gemeinschaftsunterkunft. Das ehemalige Seniorenheim wurde dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) durch das Friedrichshain-Kreuzberger Bezirksamt zur Verfügung gestellt, um Flüchtlinge vor Obdachlosigkeit zu bewahren. Seit Dezember 2012 bietet das Gebäude optimale Bedingungen für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von 402 Asylsuchenden. In den unterschiedlich großen Wohneinheiten leben vorrangig Familien aus Kriegs- und Krisengebieten, darunter ein Drittel Kinder, die die umliegenden Kitas und Schulen besuchen. Unser ganztägig betreuter Kinderklub veranstaltet Ausflüge in die Nachbarschaft oder Sportwettbewerbe auf dem eigenen Hofspielplatz. Auf dem Außengelände spielen wir auf dem Trampolin, am Springbrunnen oder an den Tischtennisplatten. Eine ehemalige Wohnung ist als Treffpunkt für Jugendliche ausgebaut worden.

Mitarbeiter*innen der Firma idealo haben Computer gespendet und instandgesetzt, um uns durch ein hausinternes Internetcafé zu unterstützen. Ein Begegnungscafé bietet manchmal neben Kaffee und Tee auch Angebote frühkindlicher Bildung für die ganz Kleinen an. Das Familienzentrum „Ritterburg“ des Vereins Nestwärme und das MehrGenerationenHaus 48 e.V. konzipieren offene Kreativ-, Bewegungs- und Begegnungsangebote sowie Krabbel- und Frauengruppen, mit denen nicht nur unsere Bewohner/innen, sondern auch die Familien, Senioren sowie Kitas und Schulen der Nachbarschaft erreicht werden sollen. In  Im Rahmen der Berlin Mondiale kooperieren wir mit dem HAU Hebbel am Ufer, einer Produktions- und Spielorte für freies Theater. Der Verein der Eltern aus Kurdistan in Berlin e.V. YEKMAL bietet eine Rechtsberatung für Flüchtlinge an und baut Brücken zu den geflüchteten Familien, z.B. durch Nähcafés, Deutschkurse oder Malkurse für Kinder. In Kreuzberg umgibt uns ein multikultureller und lebendiger Kiez. Die anfängliche Skepsis ist großer Hilfsbereitschaft und Solidarität gewichen. Viele Vereine und Institutionen, aber auch einzelne Privatpersonen bringen sich ehrenamtlich ein. Die Kleiderkammer, die in den Kellerräumen sowohl für Männer als auch für Frauen und Kinder eingerichtet wurde, benötigt Unterstützung durch Freiwillige, die die gespendete Kleidung vor der Ausgabe sortieren. Wenn auch Sie sich ehrenamtlich engagieren wollen, wenden Sie sich bitte an unsere Netzwerk- und Ehrenamtskoordination.