Vorschulische Sprachförderung in der Eschenallee

Am 18.06.2018 ging es los. Nachdem die Edusation gemeinnützige Gesellschaft für Integration und Sprachförderung mbH  bereits am Blumberger Damm in einer PRISOD-Einrichtung ein erstes Sprachförderprogramm für Vorschulkinder eingerichtet hat, folgt in der Eschenallee nun das zweite.

Jeden Werktag von 8.30 bis 13.00 Uhr werden die Kinder durch spielerische und künstlerische Elemente beim Erwerb und Ausbau der deutschen Sprache gefördert. Es gibt viel zu lernen und eine Rundumbetreuung durch geschultes Personal. Ziel ist es, die strukturellen Nachteile zu mindern, die Kinder aus geflüchteten Familien ohne Kitaplatz beim Erwerb der deutschen Sprache haben und die sich auf den späteren Schulerfolg auswirken könnten.

Auch wir sind natürlich der Meinung, dass Kinder aus geflüchteten Familien mit deutschen Kindern zusammen in die Kita gehen sollten. Aber in der Realität gibt es leider nicht ausreichend Kita-Plätzen für alle Kinder. Für Kinder aus geflüchteten Familien ist dies besonders bitter, da der ohnehin vorhandene Nachholbedarf beim Deutschsprechen ohne Kitaplatz zunähme.

Edusation bietet mit dem Sprachförderprogramm Der kleine Stern ein tolles Angebot, um die Versorgungslücke auszugleichen. Denn für die Kinder braucht es sofortige Angebote, um nicht mit allzu großen sprachlichen Nachteilen in die Schule zu starten.

Alles was es braucht, ist eine Sprachstandsfeststellung durch das Jugendamt und ein bewilligter Sprachfördergutschein. Dann kann es losgehen. Die Eschenallee freut sich auf alle Kinder aus Charlottenburg und der Umgebung, die diesen vorweisen können. Edusation nutzt für die Sprachförderung viele Instrumente rund um die Theater- und Kunstpädagogik. „Der Kleine Stern“ ist damit schon zu einer kleinen Berühmtheit geworden.

Die Bedingungen vor Ort sind ideal: Zwei große Räume mit Ausblick auf eine kleine Parklandschaft sind vorhanden, außerdem gibt es einen separaten Zugang, sodass externe Schüler*innen die Unterkunft nicht durchqueren müssen.

Durch die Bereitstellung dieser Räume musste zwar die Kleiderkammer in der Eschenallee verkleinert werden, was den treuen ehrenamtlichen Helfer*innen einiges Kopfzerbrechen bereitete und vor allem viel Arbeit bedeutete. Aber letztlich war es auch eine Anpassung an den geringer gewordenen Bedarf der Kleiderkammer. Wir danken allen Beteiligten für das Verständnis und die großartige Umbauarbeit!