FAQ - Häufige Fragen

An wen wende ich mich, wenn ich mich ehrenamtlich engagieren möchte?

Wir freuen uns sehr, dass Sie sich ehrenamtlich bei uns engagieren möchten. Ihre ersten Ansprechpartner*innen sind die Kolleg*innen aus der Ehrenamts- und Netzwerkkoordination, die jeweils für eine Einrichtung zuständig sind. Nachfolgend finden Sie die Kontaktdaten geordnet nach Bezirken.

Spandau

Notunterkunft Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne
Schmidt-Knobelsdorf-Str. 31, 13581 Berlin
Büro: 030 - 23 00 75 97; Mobil: 0173- 80 886 99
E-Mail: ehrenamt-schmidt-knobelsdorf[at]prisod-wohnen.de
Daniela Kassaei, Denise Landmann, Meike Rebel, Mascha Steiner

Gemeinschaftsunterkunft
Pichelswerderstr. 3-5, 13597 Berlin
Büro: 030 - 35 530 170
E-Mail: ehrenamt-pichelswerder[at]prisod-wohnen.de
Verena Maiworm

Reinickendorf

H24/H25 Gemeinschaftsunterkünfte
Oranienburger Straße 285, 13437 Berlin
Büro: 030 - 22 44 52 190
E-Mail: ehrenamt-oranienburger[at]prisod-wohnen.de
Aljoscha Richter

H2 Notunterkünfte
Oranienburger Straße 285, 13437 Berlin
Büro: 030 - 22 44 52 19 19
E-Mail: ehrenamt-oranienburger6[at]prisod-wohnen.de
Andrea Stojanovic

Charlottenburg-Wilmersdorf

H1/H3 Notunterkunft Eschenallee
Eschenallee 3, 14050 Berlin
Büro: 030 - 308 338 022
E-Mail: ehrenamt-esche[at]prisod-wohnen.de
Tobias Baranski

Friedrichshain-Kreuzberg

Gemeinschaftsunterkunft
Stallschreiberstraße 12, 10969 Berlin
Büro: 030 - 61 65 71 295
E-Mail: ehrenamt-stallschreiber[at]prisod-wohnen.de
Anna Larkham

Marzahn-Hellersdorf

Gemeinschaftsunterkunft
Blumberger Damm 163/165, 12685 Berlin
Büro: 030 - 93 49 18 615
E-Mail: ehrenamt-blumberger[at]prisod-wohnen.de
Deborah Brüggemann

Lichtenberg

Gemeinschaftsunterkunft
Degnerstraße 82, 13053 Berlin
Büro: 030 - 97 99 65 75
E-Mail: ehrenamt-degner[at]prisod-wohnen.de
Bastian Konaretzki

Pankow

Wohnprojekt
Falkenberger Straße 151-154, 13088 Berlin
Büro: 030 - 97 99 65 75
E-Mail: ehrenamt-falkenberger[at]prisod-wohnen.de
Bastian Konaretzki

Gemeinschaftsunterkunft
Straßburger Str. 56, 10405 Berlin
Büro: 030 - 44 32 48 10
E-Mail: ehrenamt-strassburger[at]prisod-wohnen.de
Manuel Güll

Gemeinschaftsunterkunft
Mühlenstr. 33 - 34, 13187 Berlin
Büro: 030 - 91 20 77 90
E-Mail: ehrenamt-muehle[at]prisod-wohnen.de
Manuel Güll

Weißensee

Gemeinschaftsunterkunft
Bühringstr. 3 - 8, 13086 Berlin 
E-Mail: ehrenamt-buehring[at]prisod-wohnen.de
Jördys Behrendt

 

Besteht Schulpflicht auch für geflüchtete Kinder?

Ja. Auch Kinder und Jugendliche, die sich im Asylverfahren befinden, sind der allgemeinen Schulpflicht unterworfen. Außerdem haben alle Kinder einen Anspruch auf Beschulung, unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Nach erfolgter Anmeldung und schulärztlicher Untersuchung können die Kinder oft schon innerhalb kurzer Zeit zur Schule gehen. Viele Grund- und Sekundarschulen haben sogenannte Willkommensklassen eingerichtet, um zunächst die Lücken beim Spracherwerb der neu zugezogenen Kinder zu schließen, bevor sie in die Regelklassen integriert werden.

Gibt es Konflikte? Und wie wird diesen vorgebeugt?

Dort, wo viele Menschen auf relativ engem Raum zusammenleben, bleiben Konflikte nicht immer aus. Die Prävention und Auflösung von solchen Konflikten ist ein Teil der Sozialarbeit in unseren Unterkünften. Die Heimordnungen beruhen auf den Grundsätzen von Respekt, Gewaltfreiheit, Gleichbehandlung und Neutralität hinsichtlich Religion und Weltanschauung. Die meisten Probleme drehen sich aber ohnehin nicht um religiöse oder kulturelle Unterschiede, sondern eher um die lauten Nachbar*innen, angebrannte Spiegeleier oder Kinder, die im Sandkasten den Zimmerschlüssel verloren haben. Man muss sich vor Augen führen, dass die meisten Asylbewerber*innen in den Unterkünften in erster Linie Ruhe und Schutz suchen. Auf ihrer Flucht vor Krieg und Gewalt haben sie Strapazen erlitten, von denen sie sich zunächst erholen möchten, bevor sie einen Neuanfang starten. Niemand ist daran interessiert, Konflikte zu schüren. Ein gewaltfreier Alltag, Meinungsfreiheit und Rechtssicherheit sind die wesentlichen Gründe für die Asylsuche in Deutschland. Die meisten Geflüchteten identifizieren sich mit deutschen Wertvorstellungen und sind dankbar für die gelebte Toleranz, die sie in Berlin erfahren.

Ich möchte gerne eine Wohnung an Geflüchtete vermitteln. Was muss ich tun?

Die PRISOD Wohnheimbetriebs GmbH ist vertraglich an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten gebunden, über das die Belegung der freien Plätze in unseren Einrichtungen zentral geregelt wird. Unseren Belegungsstatus melden wir mehrmals täglich an die Behörde. Der Sozialdienst des Landesamts führt z.B. eine Liste mit so genannten Härtefällen, die dringend aus Notunterkünften in Gemeinschaftsunterkünfte verlegt werden sollen, sobald geeignete Plätze zur Verfügung stehen. Als Betreiber ist es uns untersagt, innerhalb unserer Einrichtungen intern zu verlegen. Bei diesbezüglichen Anfragen verweisen wir an das Landesamt.

Geflüchtete, die sich in der Zuständigkeit des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) befinden und eine „Allgemeine Zustimmung zur Wohnungssuche“ in Berlin haben, können sich bei der Beratungsstelle Wohnen für Flüchtlinge des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF) in ihrer jeweiligen Muttersprache zur Wohnungssuche beraten lassen. Die Vermittlung von Wohnungen hat das LAF seit 2017, für Geflüchtete in seiner Zuständigkeit, selber übernommen.

Welche Gelder erhalten Geflüchtete?

Ein*e Asylsuchende*r erhält Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die unter dem Satz vom Arbeitslosengeld II (Hartz IV) liegen. Die Unterbringung im Wohnheim wird bezahlt vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF).

Wie kann ich Menschen in den Unterkünften unterstützen?

Es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich einzubringen. Was Sie konkret tun können, hängt davon ab, wieviel Zeit und welche Ideen Sie mitbringen. Wenn Sie sich ehrenamtlich einbringen möchten, aber noch nicht wissen, in welcher Form, wenden Sie sich gerne an unsere Ehrenamtskoordination vor Ort. Die möglichen Betätigungsfelder sind vielfältig. Sie können beispielsweise eine geflüchteten Familie bei einem wichtigen Behördengang begleiten und ihr helfen, das Beamtendeutsch zu entschlüsseln. Sie können Menschen zeigen, wie man online nach einer Wohnung sucht oder sich an einem Sprachcafé beteiligen, um die Sprachkompetenz Geflüchteter durch Alltagsdeutsch zu verbessern. Sie können auch ein längerfristiges Tandem mit einer*einem Geflüchteten bilden, um sich auf Augenhöhe auszutauschen, voneinander zu lernen und sich zu verabreden. Im Rahmen eines solchen Tandems können Sie Ihre*n Tandempartern*in dabei unterstützen, in Deutschland anzukommen und dabei selbst die Perspektiven, Erfahrungen und die Lebenssituation Ihres Gegenübers kennenlernen. Darüber hinaus können Sie sich in bestehenden Projekten, in den Kleiderkammern und in vielen anderen Bereichen einbringen. Mit der Ehrenamtskoordination  haben Sie in jeder Einrichtung eine*n Ansprechpartner*in, der*die Sie berät, Ihnen Kontakte vermittelt und Fragen beantworten kann. Ein erweitertes Führungszeugnis, das Sie für die ehrenamtliche Arbeit in der Unterkunft vorlegen müssen, beantragen wir unkompliziert und kostenlos für Sie.

Wie lange bleiben Geflüchtete durchschnittlich in der Einrichtung?

Asylbewerber*innen sind nach § 47 des Asylgesetzes verpflichtet, zunächst sechs Monate in einer Erstaufnahmeeinrichtung zu wohnen, nachdem sie ihren Asylantrag gestellt haben. In unseren Erstaufnahmeeinrichtungen erhalten sie neben einem voll ausgestatteten Wohnplatz in einem Mehrbettzimmer täglich drei Mahlzeiten sowie Hygienemittel wie Shampoo, Windeln oder Babynahrung. Durch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten wird zusätzlich ein Taschengeld ausbezahlt, z.B. für den Kauf von Fahrkarten.

Nach Ablauf dieser sechsmonatigen Frist sind Asylbewerber*innen berechtigt, in Gemeinschaftsunterkünfte zu wechseln. Hier stehen Gemeinschaftsküchen zur Verfügung, in denen sich die Geflüchteten selbst versorgen. Zu diesem Zweck wird der Betrag des Taschengeldes erhöht, damit sie ihre Lebensmittel selbstständig einkaufen können. Leider gelingt es aufgrund fehlender Plätze in Gemeinschaftsunterkünften derzeit nicht, sämtliche Personen umziehen zu lassen, die ein Recht darauf hätten. Die Verweildauer in den Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften kann daher unter Umständen bei mehr als 12 Monaten liegen. Nach dem Umzug hängt es vom Erfolg der Wohnungsvermittlung ab, wie lange eine Person in der Gemeinschaftsunterkunft verbleibt. Vor ca. zwei Jahren dauerte es durchschnittlich 6 Monate, bis eine passende Wohnung gefunden wurde. Inzwischen hat sich diese Zeit auf bis zu 9 Monate erhöht.